Emission → Klima → Wetter
Der Atlas zeigt, wer wo wie viel ausstößt. Diese Seite ordnet ein, was diese Emissionen mit dem Klima machen, und räumt das verbreitete Missverständnis auf, „Klima“ sei dasselbe wie „Wetter“.
Die Kausalkette
Treibhausgase wie CO₂ und Methan reichern sich in der Atmosphäre an und halten mehr Wärme zurück. Das verschiebt das Klima, die statistische Verteilung von Temperatur, Niederschlag und Extremen über Jahrzehnte. Das Wetter eines einzelnen Tages bleibt variabel; aber die Verteilung, aus der es gezogen wird, verschiebt sich.
Klima ≠ Wetter
Ein kalter Tag widerlegt die Erwärmung nicht, ein einzelner Sturm beweist sie nicht. Wetter ist, was gerade draußen passiert; Klima ist das langfristige Muster dahinter. Über die Erwärmung entscheidet der Trend über Jahrzehnte, nicht die Schlagzeile von gestern.
Die gezinkten Würfel
Emissionen verursachen kein bestimmtes Wetterereignis. Sie verändern die Wahrscheinlichkeiten. Als würde man Würfel zinken: Jeder einzelne Wurf bleibt Zufall, aber seltene Extreme wie Hitzewellen, Starkregen und Dürren werden häufiger und heftiger. Deshalb lässt sich nie sagen „diese Quelle = jenes Unwetter“, wohl aber, dass mehr Emissionen die Würfel stärker zinken.
Was der Atlas dazu zeigt
Der Emittenten-Atlas macht den kumulativen Beitrag sichtbar: einzelne Anlagen, ihre jährliche Menge, ihr Trend. Keine dieser Quellen ist für ein konkretes Wetterereignis verantwortlich, zusammengenommen und über die Zeit verschieben sie aber das Klima und damit die Wahrscheinlichkeiten.
Wo sich das nachvollziehen lässt
Diese Seite erklärt die Kette. Die folgenden Seiten zeigen sie an konkreten Daten, jede an einem anderen Glied.
- Klima. Die verschobene Verteilung, gemessen: Temperatur und Kenntage seit 1881. Hier sehen Sie, dass sich nicht das Wetter geändert hat, sondern das, woraus es gezogen wird.
- Extremwetter und Waldbrand. Die gezinkten Würfel im Ergebnis. Die Seite trennt streng zwischen der Zündursache eines einzelnen Brandes und den Bedingungen, unter denen aus einem Funken ein Feuer wird.
- Niedrigwasser. Derselbe Fall am Wasser, und die deutlichste Antwort auf die Frage, welche Zahl überhaupt eine Klimaaussage trägt: von vier Ebenen tun es nur zwei.
- Luftqualität. Dieselben Quellen, ein anderer Schaden. Er wirkt sofort und vor Ort, nicht erst über Jahrzehnte, und braucht deshalb kein Wahrscheinlichkeitsargument.
- Artenvielfalt. Die Grenze dieser Kette. Der Rückgang in Deutschland ist überwiegend kein Klimaproblem, sondern eines der Flächennutzung. Wer die Kette verstanden hat, erkennt hier, wo sie endet.
- Lösungen. Was daraus folgt, auf drei Ebenen: individuell, kollektiv, systemisch.